Wissenswertes über die Kölschstange
Die „Auf ein Kölsch!“ Kölschstange in der limitierten Erstauflage

Die Kölner Stange (oder auch Kölschstange) ist das zylindrisches Bierglas, in dem Kölsch ausgeschenkt wird. Der Köbes serviert die Kölsch-Stangen in einem Bier-Kranz. In die klassische Kölschstange passen 0,2 Liter. Seinen Namen hat die Kölner Stange wohl seiner hohen (ca. 150 mm) und schlanken (ca. 50 mm Durchmesser) Gestalt zu verdanken.

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Varianten der Kölschstange

Über die Jahre haben sich verschiedene Varianten der Kölschstange herauskristalisiert. Auch wenn die „echte“ Kölschstange immer mit einem Fassungsvermögen von 0,2 L assozieiert wird, gibt es inzwischen einige Abwandlungen. Die Klassische ist das „Stößchen“. Dazu kommen aber auch Kölschstangen mit Fassungsvermögen von 0,3 L oder sogar 0,4 L.

Die Kölschtange als „Stößchen“

Es gibt aber auch noch eine kleinere Variante des Glases: das „Stößchen“ mit einem Fassungsvermögen von 0,1 Litern. Auf Großveranstaltung und in einigen Biergärten tauchen immer wieder auch Kölschstangen mit ähnlichen Proportionen einem Fassungsvermögen von 0,3 oder sogar 0,3 L auf. Damit versuchen die Gastgeber meist den Bedienungsaufwand und die gleichzeitig die Wartezeit zu verringern, was sich dafür in einem schneller schal werdenden Kölsch niederschlägt.

Kölschstangen und Reagenzgläser?

Warum aber diese komische, für Nicht-Kölner gewöhnungsbedürftige Form? Einige lästern stets über die Kölner Stange. Doch die Gestalt dieses speziellen Bierglases hat gute Gründe. Durch seinen geringen Durchmesser wird der Sauerstoffkontakt verringert. Dadurch bleibt einerseits der relativ geringe Kohlenstoffdioxid-Gehalt des Kölsches vorhanden, andererseits bleibt die Schaumkrone länger stabil. Das Bier wird nicht schal, bleibt frisch und behält länger seinen charakteristischen Geschmack.

Das Ende der Gefäßrevolution – Die Kölschstange

In der Geschichte des Kölsches wurde das Kölner Bier schon aus allen möglichen Gefäßen getrunken: aus Steinzeug- oder Keramikkrügen und aus nach oben konisch zulaufenden schlanken Krügen, dazu gehören die ½ Liter fassende „Schnelle“ und die kleinere „Pinte“. Schließlich tauchten in der Mitte des 15ten Jahrhunderts die ersten Stangengläser auf. Diese waren noch etwa doppelt so hoch wie die heutigen Kölner Stangen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde wohl die Stange in heutiger Form produziert. Leicht herzustellen, in Massen produzierbar und bei steigendem Bierkonsum unabkömmlich, wurde die Kölner Stange zum Kölsch-Symbol.

Die Kölschstange und die Kölsch-Konvention

Kein Wunder also, dass die Kölschstange auch Teil der Kölsch-Konvention ist. So verpflichten sich die Kölschbrauerein nicht nur der Braukunst des Kölsches, sondern auch gleich den optimalen Konsumvoraussetzungen. Mit Artikel (6) der Kölsch-Konvention ist die Kölschstange eine feste Grundlage der lokalen Konvention und ihren „Auflagen“.

 Die Hersteller von „Kölsch“ werden sich nach besten Kräften dafür einsetzen, daß „Kölsch“ nur in der sogenannten „Kölsch-Stange“ (Kölner Stange) zum Ausschank kommt, wie sie üblicherweise heim Ausschank von „Kölsch“ verwendet wird

Artikel (6) der Kölsch-Konvention

Mehr über die Kölsch-Konvention, kannst Du hier nachlesen.