Auf ein K├Âlsch mit Marvin Beranek in Ehrenfeld

Auf ein K├Âlsch mit Sascha im Zoo ÔÇô Die Sch├Ąnke auf der Venloer

Mein Weg verschl├Ągt mich dieses Mal wieder nach Ehrenfeld. Unweit der Braustelle (­čŹ╗Auf ein K├Âlsch mit Vera in der Braustelle) liegt relativ mittig zwischen der Haltestelle Leyendeckerstr. und Neusser Str. / G├╝rtel die Eckkneipe „Em Dr├╝gge Pitter“. Hier bin ich mit Sascha verabredet. Einem echten k├Âlschen Jung. Wir treffen uns p├╝nktlich und ich stehe zum ersten Mal vor einer Kneipe und warte, dass die Rollladen hochgehen. Es ist warm und nass vor der T├╝r im typischen K├Âlner Nieselregen. Eigentlich sollten um 20:00 Uhr die T├╝ren ├Âffnen, heute machen sie das aber nicht. Als sich um Viertel nach immer noch Nichts r├╝hrt, ├Ąndern wir unsere Pl├Ąne und lassen uns im Zoo nieder. Nein, nicht im Tierzoo, sondern in der Sch├Ąnke. Auch die liegt n├Ąmlich in der Venloerstra├če und ist mit ihrer Wandkunst zwischen Stancil und Streetart genau nach meinem Geschmack. Warum Sascha eigentlich in den „dr├╝ggen Pitter“ wollte, wird schnell klar. Hier in Ehrenfeld ist er aufgewachsen, hat die meiste Zeit hier verbracht und die Kneipe in den letzten 7 Jahren zu seiner Stammkneipe werden lassen. Daran ├Ąndert sich auch nichts, obwohl er gerade seinen Wohnsitz auf die andere Rheinseite nach Deutz verlegt hat. Dorthin hat es ihn gerade nach dem Abschluss seines Geschichts und Politik-Studiums verschlagen. Ob das lange so bleibt, wei├č er aber nicht. Einziger Wermutstropfen in der Biografie dieses lupenreinen K├Âlners, dem man seine Herkunft nicht anh├Ârt, ist die Geburt in Bensberg. So ganz genau konnte er das auch nicht erkl├Ąren, aber die Hebamme muss wohl schuld gewesen sein. Nichts was ihm wirkliches Kopfzerbrechen bereit, als sch├Âne Anekdote macht sich die Geschichte trotzdem

Im Zoo haben wir heute daf├╝r umso mehr Gl├╝ck. Kaum haben wir uns niedergelassen, beginnt schon eine fremde Jazzband mit dem Aufbau ihres Equipments in unserem R├╝cken, um ab 21 Uhr konstant und viel zu laut f├╝r Hintergrundmusik zu sorgen. H├╝te gehen rum und wir trinken M├╝hlenk├Âlsch. Einer der S├Ątze, die mir trotz der lauten Musik immer noch im Kopf geblieben sind, ist sein „Eigentlich will ich nur Kultur machen…“. Schon seit Jahren arbeitet Sascha n├Ąmlich f├╝r das k├Âlnische Stadtmuseum. Am Anfang noch als studentische Aushilfskraft inzwischen als eine Art Kurator. Das gef├Ąllt ihm, er mag die Abwechslung und die vielen verschiedenen Sachen, die er im Namen der Stadt realisieren kann – auch wenn es ein „relativ“ kleines Museum ist. Egal, wie verbunden er seiner Heimat K├Âln ist und wie sehr er seine Arbeit auch liebt, ob er das noch ewig machen wird, wei├č er heute genau so wenig, wie vor 2 Jahren. Einer seiner gro├čen Tr├Ąume ist das G├Âthe-Institut, f├╝r das er unendlich gerne eine Zeit lang arbeiten w├╝rde, um Kultur in den verschiedensten L├Ąndern zu kuratieren. Jetzt wundert es mich auch nicht mehr, dass wir in einer Graffiti-Kneipe sitzen, M├╝hlenk├Âlsch trinken und von den Kl├Ąngen einer hoch motivierten Jazzband akustisch penetriert werden. Irgendwie macht das alles gerade ziemlich viel Sinn. Nach einigen K├Âlsch und zwei Mexikanern verlassen wir die Sch├Ąnke nach Mitternacht in Richtung Bahnhaltestelle.


Dein erstes K├Âlsch hast Du wann getrunken? 
Ganz sicher als ich es eigentlich noch nicht durfte.

Deine Lieblingsk├Âlsch Sorte hei├čt? 
P├Ąffgen

Das leckerste K├Âlsch gibt es deiner Meinung nach wo? 
Nur in der Heimat.

Wann l├Ąsst sich K├Âlsch am besten trinken? 
Wenn man richtig Durst hat, zum Beispiel nach dem Sport.

Flasche oder Glas? 
Echt jetzt?

Mit was verbindest du K├Âlsch als erstes? 
Mmmmm

Deine sch├Ânste K├Âlscherinnerung? 
Und einmal, im Ferienlager…


K├Âlsch: M├╝hlenk├Âlsch aus der K├Âlschstange f├╝r 1,20
Wo: Zoo – Die Sch├Ąnke


Beitrag ver├Âffentlicht

in

von

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht ver├Âffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert